18. Dezember


Vorstellung des IGEL-Programms (Integration geflüchteter Lehrkräfte in die Lehrer*innenausbildung) durch einen Beitrag von Prof. Dr. Katja Kansteiner (Leitung Projekt IGEL):
Ich erlebe immer wieder: Schulsysteme mögen international unterschiedlich sein, aber Lehrkräfte, egal aus welchem Land sie kommen, teilen dieselben pädagogischen Ziele:

  • Kinder und Jugendliche beim Heranwachsen für das Leben jetzt und später zu unterstützen,
  • ihre eigene Freude an der Beschäftigung mit Fachthemen weiterzugeben und sie die Welt besser verstehen zu lassen,
  • und über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an der Chance auf eine bessere Welt mitzugestalten.

Migrierte und geflüchtete Lehrkräfte, die nach Deutschland kommen, tun viel dafür, um hier wieder als voll anerkannte Lehrkraft arbeiten zu können, auch wenn sie anfangs zweifeln, ob sie es schaffen werden:
„Dann ich habe gesagt 'Ne, ich werde niemals wieder eine Lehrerin'. Aber wegen IGEL-Projekt, Gott sei Dank. Hoffentlich es klappt.“

Das IGEL-Projekt ist ein Brückenprogramm der Pädagogischen Hochschule Weingarten zur Integration geflüchteter Lehrer*innen in die Lehrer*innenbildung.Es wird seit mehreren Semestern in einem gemeinsamen Engagement von Hochschule und Drittmittelgeber DAAD angeboten, um internationale Lehrkräfte beim Quereinstieg in das Lehramtsstudium zu unterstützen, denn sie müssen i.d.R. Fachmodule nachstudieren (siehe aww-phweingarten.de/de/weiterbildung/igel

Ich habe großen Respekt vor der Leistung, die die Teilnehmer*innen erbringen. Neben der Familie oder einem Nebenjob zu studieren und dies noch in einer anderen Sprache zu bewältigen, finde ich klasse. Und ich schätze die vielseitigen Begegnungen mit den IGEL-Teilnehmer*innen auch persönlich sehr.
Eine Teilnehmerin sagte mal:
„Lehrkräfte sind wie heilig, sie können eine gesündere Welt erschaffen.“


Eine gute Herausforderung für die Lehrer*innenbildung!